Trennungs- und Scheidungsberatung

Wenn eine Liebe in Brüche geht, hat das für Betroffene nicht nur emotionale Folgen. Viele rechtliche, wirtschaftliche und ganz lebenspraktische Fragen stellen sich und warten auf eine Antwort:

  • Was kommt bei einer Trennung/Scheidung auf mich zu?
  • Was sind meine Rechte und Pflichten?
  • Wie läuft es mit den Unterhaltszahlungen?
  • Was muss in einer Scheidungsvereinbarung alles geregelt werden?

Ausgebildete Trennungsberaterinnen (GeCoBi) begleiten und unterstützen Sie in diesem Prozess. 

Grundsatz für sich trennende Paare:

  • Bereitschaft zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen.
  • Fairness für alle Beteiligten.

Terminvereinbarung: Montag bis Freitag von 08.00 - 12.00 Uhr / Tel. 062 837 50 10 oder per Mail an: info(*at*)frauenzentrale-ag.ch

Die Beratung ist kostenpflichtig / Fr. 120.-- pro Stunde


Sie werden beraten durch ausgebildete Trennungsberaterinnen (GeCoBi/Schweizerische Vereinigung für gemeinsame Elternschaft)

Flyer

Bundesgerichtsentscheide zu Unterhaltsberechnungen 2021

Das wurde entschieden:

Die 45er-Regel fällt weg
Neu wird auch Frauen über 45 Jahren der berufliche Wiedereinstieg zugetraut. Ansonsten wird ihnen ein fiktives Einkommen angerechnet, das vom Unterhalt abgezogen wird.

Die «lebensprägende Ehe» wird neu definiert
Bis anhin bestand die Vermutung, dass eine Ehe lebensprägend war bei gemeinsamen Kindern oder bei mehr als zehn Ehejahren. Nun muss in jedem Fall individuell geprüft werden, welche Bedeutung die Ehe für die Verheirateten hatte. Und selbst wenn eine lebensprägende Ehe bejaht wird, führt diese nicht automatisch zu einem Anspruch auf nachehelichen Unterhalt. Die geschiedenen Eheleute sind angehalten, sich selber zu versorgen, und sind verpflichtet, sich wieder in die Arbeitswelt einzugliedern oder die Erwerbstätigkeit auszudehnen. Ein Unterhaltsbeitrag wird nur zugesprochen, soweit dieser nicht oder nicht vollständig selbst gedeckt werden kann. Eine Ausnahme gilt jedoch immer noch: Werden gemeinsame Kinder betreut, bemisst sich die Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit nach dem Alter und den Bedürfnissen des Kindes nach dem bereits 2018 neu entschiedenen Schulstufenmodell, welches die 10/16er-Regel abgelöst hat.

Es gibt neu eine einheitliche Berechnung des Unterhalts für alle Gerichte in der Schweiz
Sie heisst «zweistufige Methode mit Überschussberechnung» und ermittelt sich wie folgt:

– Feststellung des gemeinsamen Gesamteinkommens
– Sowie der Bedarf der betroffenen Familienmitglieder
– Übersteigen die Mittel das familienrechtliche Existenzminimum, wird der Überschuss nach Ermessen verteilt
– Sind zu wenige Mittel verfügbar, wird zuerst der Bedarf der minderjährigen Kinder gedeckt
– Erst danach sind die vormaligen Ehe- oder Konkubinatspartner an der Reihe

Bundesgerichtsentscheid zu Richtlinien Betreuung

Bei der Trennung eines Paares mit Kindern muss der hauptbetreuende Elternteil nach der Einschulung des jüngsten Kindes zu 50% arbeiten gehen. Diese Richtlinie hat das Bundesgericht aufgestellt. Sie gilt auch für die Unterhaltsberechnung von geschiedenen Eltern.

Das Bundesgericht gibt mit dem am Freitag publizierten Urteil seine 10/16-Regel auf, die bei Geschiedenen angewendet wurde. Gemäss dieser Regel musste der bisher hauptbetreuende Elternteil, dem die Kinder nach der Scheidung in Obhut gegeben wurden, ab dem 10. Lebensjahr des jüngsten Kindes ein Arbeitspensum von 50% aufnehmen und eine Vollzeitstelle ab dessen 16. Lebensjahr. Mehr...